Leinenführigkeit Hund

Leinenführigkeit Hund

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Dauerbrenner Leinenführigkeit und Hund

Er soll doch einfach nicht mehr ziehen!

Kaum ein Thema beschäftigt so viele Hundehalter wie die Leinenführigkeit beim Hund. Neben dem Rückruf ist es der Dauerbrenner im Hundetraining. Oft ist es für die Leute schwer verständlich, warum es einfach nicht klappen will, hat man doch Etliches versucht. Der Hund soll doch nur einfach nicht mehr an der Leine ziehen. Gerade zu diesem Thema gibt es eine Flut an Hilfsmitteln, Angeboten, Kursen und Trainingswege. Dabei den Überblick zu behalten, ist für den normalen Hundehalter wirklich schwierig.

Das Konzept der Leinenführigkeit ist komplex

Ich kann den Frust – sowohl den der Halter, als auch der Hunde – verstehen. Denn spazieren gehen macht wenig Spaß, wenn einem halb die Schulter ausgerenkt wird oder man am Halsband von all den schönen Dingen weggezogen wird, die einem die Umwelt bietet – abgesehen davon ist es auch einfach nicht gesund für beide Parteien. Wer jetzt denkt, Leinenführigkeit kann doch nicht so schwer sein, warum kapiert das mein Hund nicht? Dem muss ich leider widersprechen. Das gesamte Konzept ist recht komplex und auch anstrengend für den Hund. Denn der Hund muss nicht nur einschätzen können, wie lang die Leine aktuell ist, damit sie nicht auf Spannung kommt, sondern sich auch dauerhaft deinem Tempo anpassen und dazu noch die Reize der Umwelt links liegen lassen können. Du meinst, das ist doch leicht? Dann probier aus, wie es ist, wenn ein Freund dich an einer 1,5 m Leine hält und den Weg bestimmt, während ihr zusammen auf einer Party, bei einer Shoppingtour oder welchem Ort auch immer seid, der für dich interessant ist.

“Gespannte Nerven machen gespannte Leine.”

Dr. Janey May hat in einer ihrer Podcastfolgen zum Thema Leinenführigkeit gesagt: „Gespannte Nerven machen gespannte Leine.“ Ich finde, dies bringt sehr schön zum Ausdruck, was die Hauptursache für Leine zerren ist. Und noch viel wichtiger: es macht deutlich, warum Trainingsansätze, die auf Hemmen, Blocken und Rucken basieren, nicht nachhaltig funktionieren können. Ein aufgeregter Hund wird nicht weniger aufgeregt, wenn wir die Ventile des Drucks verschließen. Ganz im Gegenteil, die Erregung steigt und macht Lernen schlechter möglich. Auf den ersten Blick scheint das Rucken an der Leine vielleicht zu klappen. Denn es tut weh, der Hund ist irritiert und zieht für einen Moment nicht mehr. Aber der Stress ist immer noch da und sucht sich seinen Ausweg. Auch Körperblocks sorgen nicht dafür, dass dein Hund zu einer coolen Socke wird, die entspannt an lockerer Leine neben dir läuft, sondern für mehr Stress beim Hund.

Natürlich können solche Trainingsansätze funktionieren, wenn man das perfekte Timing hat, in der perfekten Stärke blockt oder ruckt, keine Fehlverknüpfung verursacht und bereits die Ansätze des unerwünschten Verhaltens jedes Mal und immer straft. Jedoch bleibt der Grund (gespannte Nerven) erhalten und sucht sich dann höchstwahrscheinlich ein anderes Ventil.

Warum nicht den Blickwinkel ändern?

Ich persönlich hab auf Blocken und Rucken auch einfach keinen Bock. Es ändert nichts an der Ursache des Problems. So zu trainieren macht doch keinem der Beteiligten Spaß und ich bezweifle stark, dass man als Halter dazu in der Lage ist, das jedes Mal und immer umzusetzen. Das ist nämlich auch der Knackpunkt, warum Ansätze wie „Be a Tree“ nicht funktionieren. Der Hund zieht an der Leine, u.a. weil er irgendwo hin möchte und das Erreichen des Ziels ist die Belohnung für deinen Hund. Du kannst nicht immer total auf Zack sein. Einige Hunde sind echt flink, schaffst du es dann jedes Mal schneller als dein Hund zu sein? Es gibt auch Tage, da haben wir einfach keine Zeit, weil wir schnell von A nach B müssen. An solchen Tagen sind wir mit dem Training nachlässiger und lassen den Hund an der Leine ziehen, einfach um voranzukommen. Und so wird das Leineziehen variabel verstärkt. Der Hund lernt, dass er nur oft und ausgiebig genug an der Leine ziehen muss, denn irgendwann wird es sich lohnen. Warum nicht den Blickwinkel ändern? Zeig deinem Hund, was du von ihm möchtest und mach es lohnenswert. Stell realistische Ansprüche an deinen Hund. Ein Welpe oder Junghund kann das noch gar nicht so leisten, wie ein erwachsener Hund. Ich stell mir dann vor, wie es wäre, mit meiner kleinen Nichte auf dem Spielplatz zu sein und zu verlangen, dass sie immer in einem 1,5 m Radius von mir bleibt. Klappt vielleicht für eine kurze Zeit, aber dann muss sie auch toben können.

Wenn du an der Leinenführigkeit deines Hundes arbeiten und lernen möchtest, wie du fair und nachhaltig deinem Hund beibringen kannst, an lockerer Leine zu gehen, melde dich gerne bei mir.

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